Freitag, 10. Januar 2014

Die 30 größten Pflegeheimbetreiber



Die aktuelle Liste der größten Pflegeheimbetreiber in Deutschland basiert auf der Auswertung der rund 11.000 bei pflegedatenbank.comgelisteten Pflegeheime. Diese verfügen über rund 870.000 stationäre Pflegeplätze nach SGB XI. Mit 138.500 Betten stellen die 30 größten Träger stationärer Pflegeeinrichtungen 16 Prozent aller verfügbaren Pflegeplätze zur Verfügung, 12,5 Prozent aller Heime befinden sich in der Trägerschaft der größten Ketten.



Curanum AG Marktführer in Deutschland
Die Curanum AG führt die Liste der größten Betreiber mit insgesamt 13.201 Pflegeplätzen im stationären Sektor deutlich an. Das Unternehmen mit Sitz in München gehört seit diesem Jahr zum europäischen Marktführer im stationären Pflegemarkt, der Korian Gruppe aus Frankreich. Die Korian Gruppe ist bereits seit 2007 in Deutschland aktiv und hat im September 2007 die Phönix Seniorenheime Beteiligungsgesellschaft GmbH mit Sitz in Füssen übernommen. Seit September 2013 sind die Phönix Einrichtungen ein Teil der Curanum AG, die nun mit 124 stationären Einrichtungen in Deutschland vertreten ist. Europaweit betreibt die Korian Gruppe rund 600 Einrichtungen und ist der Marktführer in Deutschland, Frankreich und Belgien sowie die Nummer zwei in Italien.
Pro Seniore vom ersten Platz verdrängt
Der bisherige Marktführer Pro Seniore liegt, gemessen an der Zahl der zur Verfügung stehenden Pflegeplätze, nur noch auf Rang zwei. Das Unternehmen aus Saarbrücken ist Teil der Victor’s Bau & Wert AG, die mit Pro Seniore rund 90 Prozent ihres Umsatzes generiert und darüber hinaus in der Gebäudemanagement- und Hotelbranche agiert. Rund 10.500 Plätze im stationären Pflegebereich stehen in den Einrichtungen der Pro Seniore Consulting + Conception für Senioreneinrichtungen AG zur Verfügung.
Auf Rang drei in der Liste der größten Pflegeheimbetreiber folgt die CASA REHA Holding GmbH aus Oberursel in Hessen. Hinter der CASA REHA, die in 64 Einrichtungen gut 9.000 Pflegeplätze zur Verfügung stellt, steht seit 2007 der britische Private-Equity-Investor HgCapital, der zu diesem Zeitpunkt die Anteile des amerikanischen Investors Advent übernommen hat.
Engagements von Finanzinvestoren in Pflegeheimen und Kliniken nehmen zu
Im Portfolio des Investors Advent befindet sich auch die Klinikkette Median, die bundesweit 27 Rehakliniken und zwei Pflegeheime in Baden-Württemberg betreibt. Eigentümer der Pflegeheimkette Alloheim, Rang zwölf der größten Betreiber, ist der amerikanische Investor Carlyle. Die Carlyle Group übernahm im August 2013 die Trägerschaft der 49 Einrichtungen mit mehr als 4.700 Pflegeplätzen vom britischen Investor Star Capital Partners. Die Alloheim Senioren-Residenzen GmbH ist seit dem Einstieg von Star Capital Partners 2008 von 13 Einrichtungen auf nunmehr 49 Residenzen gewachsen. Neben amerikanischen und britischen Investoren spielt mit Chequers Capital auch ein französischer Finanzinvestor eine große Rolle im deutschen Pflegemarkt. Der Private Equity Investor aus Paris hält die Mehrheit an der Münchener Silver Care Holding GmbH, die mit 53 Einrichtungen und rund 5.200 Pflegeplätzen auf Platz 11 der größten Pflegeheimbetreiber 2013 liegt. Chequers Capital investiert neben dem stationären auch im ambulanten Pflegemarkt in Deutschland. Im April 2013 übernahmen die Franzosen die Mehrheit an der ebenfalls in München ansässigen Deutschen Fachpflege Holding GmbH, die Marktführer für ambulante Intensivpflege in der Bundesrepublik ist.
Position der frei gemeinnützigen Träger nicht darstellbar
Die Mehrheit der stationären Pflegeeinrichtungen in Deutschland wird nach wie vor von frei gemeinnützigen Trägern betrieben. Aufgrund der Verbandsstrukturen lässt sich die Marktposition der großen Verbände schlecht oder gar nicht darstellen. Die Trägerschaft der Pflegeheime erfolgt zumeist durch regionale Verbände und Vereinigungen. Mit rund 60.000 Pflegeplätzen bieten die Heime der Arbeiterwohlfahrt insgesamt das größte Angebot, der Bezirksverband Westliches Westfalen rangiert als größter Träger stationärer Pflegeeinrichtungen innerhalb der AWO mit gut 7.000 Pflegeplätzen in 60 Einrichtungen auf Platz sechs der Rangliste der größten Pflegeheimbetreiber. Etwa 65.000 Plätzen bieten die zahlreichen diakonischen Vereinigungen und Verbände, Caritas und das Deutsche Rote Kreuz sind mit rund 45.000 und 30.000 Pflegeplätzen im stationären Pflegemarkt vertreten. Das Bayrische Rote Kreuz und der Arbeiter Samariter Bund verfügen jeweils über rund 11.500 Plätze, die 91 zentral betriebenen Einrichtungen der Johanniter bieten Platz für 7.700 Pflegebedürftige. Die Johanniter Seniorenhäuser GmbH ist damit der größte gemeinnützige Träger und belegt im Ranking den fünften Platz.
Aktuelle Information aus Hamburg
Den Sprung in die Top-30 der größten Heimbetreiber schaffte in letzter Minute die Deutsche Seniorenstift Gesellschaft aus Hannover. Mit der Übernahme der beiden Heime der Rommerskirchen GbR in Hamburg im Dezember 2013 verfügt die DSG nunmehr über gut 2.000 Pflegeplätze in 18 Einrichtungen und belegt Rang 28 der größten Heimbetreiber in Deutschland. 

Freitag, 3. Januar 2014

Warnung vor SEPA-Phishing


Onlinebetrüger machen sich die Anfang 2014 bevorstehende Umstellung des europäischen Zahlungsverkehrs, Sepa, zunutze. Kunden von deutschen Sparkassen werden derzeit dazu verleitet, ihre Kontodaten preiszugeben - was wie stets natürlich ein Betrugsversuch ist.

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Die NRW-Verbraucherzentrale warnt vor einer neuen Welle von Phishing-Mails. Mit den gefälschten Schreiben, die gezielt Kunden von Sparkassen ansprechen, sollen die Nutzer auf ebenso gefälschte Webseiten gelockt werden. Dort sollen dann Kontodaten oder andere persönliche Informationen eingegeben werden.

Die Mails tragen Betreffzeilen wie "SEPA - UMSTELLUNG/ SICHERHEIT IM ONLINE-BANKING", "Ihr SEPA-Mandat" oder "Anfallende Kosten aufgrund der SEPA-Umstellung, falls keine kostenlose Synchronisation Ihres Kundenkontos erfolgt!". Schon der seltsame Satz im letzten Betreff sollte stutzig machen.

Wie stets gilt, auf solche Mails weder zu antworten noch den darin enthaltenen Links zu folgen. Deutsche Banken fragen die geforderten Informationen schon seit Jahren niemals per Mail ab, sondern rufen ihre Kunden an oder schicken Briefe.

In einem Punkt sind die Phishing-Mails immerhin clever formuliert: Sie weisen auf das sogenannte Sepa-Mandat hin. Hinter dem Begriff verbirgt sich die neue Bezeichnung für eine Einzugsermächtigung. Liegt einer Bank kein Sepa-Mandat vor, wird nicht mehr abgebucht. Dazu müssen die Kunden aber nicht selbst tätig werden, die Banken stellen die Einzugsermächtigungen selbst um, nur wer selbst einziehen will - was Privatpersonen in der Regel nicht betrifft -, muss ein solches Mandat erwirken.

Die Umstellung auf Sepa wird ohnehin nicht sofort wirksam, sondern erst am 1. Februar 2014. Dann müssen für Überweisungen nicht mehr Kontonummer und Bankleitzahl, sondern die einheitliche Iban-Nummer angegebenen werden. Diese setzt sich jedoch aus den beiden bisherigen Zahlen zusammen.

Freitag, 27. Dezember 2013

Das war 11111011101

Vielen Dank, dass Ihr auch 2013 (binär: 11111011101) hier reingeschaut habt. Schaut Euch gern mal auf dieser Website um:


Sehr informativ, auch zum Recherchieren.


Freitag, 13. Dezember 2013

2014: neues Punktesystem - was, wie, wo

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Freitag, den 13. – was soll man da nur schreiben.

Im nächsten Jahr wird Ramsauers Rache - also das neue Punktesystem - scharf geschalten.
In informativen vier Artikeln hat Rechtsanwalt Tim Frank in seinem Blog beschrieben, was auf uns alle zukommt.

Hier könnt Ihr Euch schon mal schlau machen:

Teil 1: Überführung der alten Punkte in das neue System

Teil 2: Vergleich Bewertung und Maßnahmen

Teil 3: Neue Verwarnungsgeld- und Eintragungsgrenzen

Teil 4: folgt ...

Freitag, 22. November 2013

Freitag, 15. November 2013

Projekt zur Pflegedokumentation: Abbau von Bürokratie

Bürokratie in der Pflegedokumentation raubt Zeit für die Pflege


Aktenschränke mit vielen, vielen AktenPflegekräfte, pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörige wünschen sich, dass mehr Zeit für die Pflege zur Verfügung steht. Das Bundesministerium für Gesundheit (BMGS) fördert ein Projekt, mit dem die Dokumentation der Pflege erleichtert werden soll. Dieses wird jetzt getestet.
Viele Pflegekräfte sind unzufrieden mit dem Umfang des bürokratischen Aufwands in ihrem Beruf. Um Lösungsvorschläge für eine einfachere Pflegedokumentation in der Praxis zu erproben, fördert das BMGS das Projekt "Praktische Anwendung des Strukturmodells - Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation".

Beteiligte beim Projekt "Entbürokratisierung der Pflege"
Das Projekt wird vom Lenkungsgremium begleitet. Dem Gremium gehören neben dem Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung auch maßgebliche Akteure der Pflege und Verbraucherorganisationen an. An der Erprobung werden sich bis Ende Februar 60 Organisationen (ambulant/ stationär) in 5 Regionen in Deutschland beteiligen. Die Steuerung des Vorhabens wird durch die Ombudsfrau zur Entbürokratisierung der Pflege, Elisabeth Beikirch, übernommen.

Vereinfachung der Pflegedokumentation in der Praxis
Anlässlich der Eröffnungsveranstaltung des Lenkungsgremiums am 18.9.2013 betonte Thomas Ilka, Staatssekretär im BMGS: "Wir wollen mit der Entbürokratisierung in der Pflege weiter vorankommen. Dokumentation darf kein Selbstzweck sein, muss aber fachlichen und rechtlichen Aspekten sowie einer notwendigen Transparenz für den Verbraucher standhalten. Die Ombudsfrau hat in Abstimmung mit verantwortlichen Institutionen Vorschläge zur Vereinfachung der Pflegedokumentation erarbeitet. Diese sollen nun in der Praxis überprüft werden."

Unterstützung bei Entbürokratisierung der Pflege
Die Pflegedokumentation bindet derzeit aus Sicht der Pflegenden und der Träger zu viel Zeit, die nicht für die Pflege zur Verfügung steht. Den Weg der Entbürokratisierung der Pflegedokumentation gemeinsam erfolgreich zu gehen, ist eine wichtige Aufgabe aller in diesem Prozess Beteiligten. Das Projekt findet breite Unterstützung und Beteiligung von Trägerorganisationen und Verbänden. Kostenträger und Medizinischer Dienst sowie die Länder und Verbraucherverbände haben ihr Interesse an einer Teilnahme im Lenkungsgremium bekundet.

Ombudsfrau treibt Vereinfachung in der Pflege voran
Um das Thema Entbürokratisierung in der Pflege voranzutreiben, wurde vom BMGS im Juni 2011 die unabhängige Pflegeexpertin Elisabeth Beikirch als Ombudsfrau zur Entbürokratisierung der Pflege benannt und mit der Erarbeitung von Lösungsvorschlägen betraut. Sie sollte Themen der Entbürokratisierung der Pflege identifizieren, systematisch zuordnen und Handlungsbedarfe aufzeigen. Einige Lösungsvorschläge zur Entbürokratisierung sind bereits im Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz umgesetzt worden. So zum Beispiel
  • die Vereinfachungen im Zusammenhang mit der Durchführung von Qualitätsprüfungen der ambulanten Pflegedienste,
  • bei den Verfahren zur Bewilligung und Abrechnung der Häuslichen Krankenpflege sowie
  • bei Pflegehilfsmitteln und Maßnahmen zur Verbesserung im Wohnumfeld.
Lösungen für weniger Bürokratie in der Pflegedokumentation
Mit dem nun vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekt "Praktische Anwendung des Strukturmodells - Effizienzsteigerung der Pflegedokumentation" sollen weitere Lösungen für weniger Bürokratie in der Pflegedokumentation erprobt werden.

TL HV-TDS Woche 2

Ich verzichte darauf, jeden Tag einzeln zu dokumentieren. Das ist mir etwas zu stressig - obwohl ich in der Bahn genügend Zeit hätte.  Nach ...